Von großen und kleinen Zügen, © Grassmann
Von großen und kleinen Zügen

Von großen und kleinen Zügen

Blogbeitrag - Oktober 2021

Die besten Ausflüge sind die, bei denen schon die Anreise Teil des Ausflugs ist – und so setzen wir uns an einem späten Samstagvormittag in den Zug nach St. Pölten. Am Hauptbahnhof steigen wir um zur Mariazellerbahn, deren Strecke durch das malerische Pielachtal im Mostviertel führt. Der Panoramazug fährt bis nach Mariazell, wir steigen aber diesmal nach ca. 45 Min. in Kirchberg an der Pielach aus.

Dort gönnen wir uns zu allererst ein Mittagessen. Vom Bahnhof ist man in wenigen Minuten im Ortskern, wo es verschiedene Gasthäuser zur Auswahl gibt. Da wir noch Geschenkgutscheine der Niederösterreichischen Wirtshauskultur von meinem Geburtstag haben, entscheiden wir uns für das Gasthaus Kalteis.  Außerdem können wir dort auch für die Konsumation Bonuspunkte auf unsere CARDs buchen lassen!

Die klassische Wirtshausküche wird hier zeitgemäß interpretiert und jetzt im Herbst gibt es ein breites Wildangebot. Wir entscheiden uns für Eierschwammerlsoße, Schopf vom Wildschwein und als Nachtisch darf Maronireis nicht fehlen. Wir lassen es uns richtig schmecken!

Für einen gemütlichen Verdauungsspaziergang wählen wir die Dirndlwanderung rund um den Ort. Die erste Station führt uns zum namensgebenden Gebäuden des Ortes: Die Kirche am Berg. Das Highlight ist aber der Skywalk, eine Aussichtsplattform, die vor der Kirche 34 Meter über dem Ort ragt und eine wunderbare Aussicht auf das Tal eröffnet. Nachdem wir uns satt gesehen haben, geht es weiter entlang des Rundweges, der uns am Ende wieder zum Bahnhof führt.

Dort erwartet uns im alten Bahnhofsgebäude das Modellbahnmusem Mariazellerbahn. Mit unseren Niederösterreich-CARDs ist der Eintritt gratis und nach einer kurzen Einweisung durch das Personal erkunden wir diese faszinierende Modellbahnwelt. Die kleinen Züge fahren hier die (fast) originalgetreue Bergstrecke der Mariazellerbahn von Laubenbachmühle bis Erlaufklause ab. Bei der imposanten Bergstrecke geht es durch zahlreiche Tunnel, über Viadukte und an so manch lustigen Szenerien des Alpenvorlands vorbei. Interaktiv wird es, wenn die kleinen Dampflokomotiven, die Himmelstreppe-Garnituren oder der Nostalgiezug Ötscherbär in einer Station Halt machen. Per Knopfdruck kann man die Züge dann selbst wieder auf die Reise schicken.

Besonders interessant ist es, wenn man die Strecke der Mariazellerbahn kennt und am besten selbst schon im Zug erlebt hat. Die Details von der „großen“ zur „kleinen“ Strecke sind erstaunlich und man bekommt ein noch besseres Gefühl dafür, wie sich die Züge vom Tal hinauf bis nach Mariazell schlängeln.

Die Geschichte der Mariazellerbahn wird mit Schaustücken und alten Fotografien anschaulich erklärt und im Freigelände findet man zwei originale Lokomotiven, wobei der bunte Kirchberg-Waggon auch von Innen erkundet werden kann.

Von den kleinen Zügen geht’s direkt zu den großen: Für den Nachhauseweg fahren wir mit dem Familien-Erlebniszug Ötscherbär. Die Tickets haben wir schon am Vortag mit der Niederösterreich-CARD online gebucht und sparen daher das Geld für die Rückfahrt. Die Fahrt im Ötscherbär ist ein weiteres Highlight, das einen sofort in die Vergangenheit versetzt und diese Zugfahrt zu einem besonderen Erlebnis macht!

Autor/in

Viktoria, © Winter

Viktoria

Viktoria liebt große Reisen, aber keinen großen CO2-Fußabdruck. Deshalb wird die Heimat entdeckt - natürlich mit der Niederösterreich-CARD im Gepäck. Mit dabei sind außerdem Familie & Freunde und Hund Barat.

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