Schlosspark Laxenburg, © titantina

Schlosspark Laxenburg

Die milden Jahreszeiten sind perfekt dafür, um unsere Freizeit im Freien zu verbringen. Die Natur ist der beste Ort, um sich zu entspannen, und um den Kopf frei von unseren alltäglichen Verpflichtungen zu bekommen.  Unser heutiger Familienausflug führt uns zu einem der bedeutendsten Schlossanlagen der Habsburger Dynastie, deren Charme uns von Anbeginn an in den Bann zieht: Schloss Laxenburg. Einst zum Zwecke der Erholung und des Rückzuges erbaut, zählt Schloss Laxenburg mit seiner prachtvollen Gartenanlage auch heute noch zu einem der schönsten Erholungsgebiete des Landes.

Laxenburg, wir kommen!

9:30. Etwas verzögert starten wir mit unserem VW Bulli Richtung Laxenburg an der Grenze zu Wien. Nach einer Stunde 10 Minuten Anfahrtszeit von Krems kommend erreichen wir mit jeder Menge Proviant den Haupt-Parkplatz, der an diesem  wundervollen, sonnigen Sonntag bereits gut besucht ist. Für alle jene, die direkt am Haupteingang parken möchten, steht im Bereich der Kassa ein gebührenpflichtiger Parkplatz zur Verfügung.  Die Kinder sind voller Vorfreude und wir freuen uns auf eine Erkundungstour durch die weitläufige Parkanlage mit seinen Naturschönheiten an diesem besonderen Standort, der für seinen hohen Grundwasserspiegel charakterisiert wird. Wir sind mit Kinderwagen  gemütlichen Schrittes im absoluten Erholungsmodus zu Fuß unterwegs. In weiser Voraussicht haben wir auch eine Picknickdecke mit im Gepäck. Der Park ist durch sein eben verlaufendes Wegenetz perfekt für Kleinkinder, die gerne mit dem Laufrad unterwegs sind.

Unser Ziel: die Franzensburg

Unser Weg Richtung Franzensburg, der geschichtsträchtigen Burg inmitten der Parkanlage und dem Highlight des heutigen Tages,  idyllisch auf einer Insel gelegen, führt uns vorbei an unberührten Wiesen mit Wildpflanzen und hohem Gras, Waldstücken und kleinen Brücken, die uns über plätschernde Bächlein leiten. Ein Großteil des Areals ist naturbelassen, ein Zeichen dafür, dass Artenreichtum und Vielfalt groß geschrieben werden, und mitunter ein Grund, warum der Schlosspark 2018 mit dem „Goldenen Igel“ von Natur im Garten ausgezeichnet wurde. Nach etwa 30 Minuten und einigen Zwischenstopps an gefällten Baumstämmen, die von den Kindern erklommen werden, erreichen wir die Bootsanlegestelle. Von hier aus erspäht man bereits in nicht allzu weiter Ferne unverkennbar die Türme der Franzensburg. Liegestühle laden zum Relaxen in der Sonne ein, und unser Blick schweift zu den Tretbooten, den Elektrobooten und Ruderbooten, die uns in bunten Farben entgegen lächeln. Eine Bootsfahrt wäre wunderbar, aber ob das mit dem Jüngsten unter uns auch reibungslos klappt? Wir entscheiden uns kurzerhand für einen Übertritt mit der kleinen Fähre zur Franzensburg, die etwa  in 5 Minuten von der Bootsanlegestelle zu erreichen ist, und rastlos von einem Ufer zum anderen  in nur wenigen Minuten Fahrtzeit hin- und her tingelt.

Mittagspause auf der Franzensburg

Die Franzensburg  besitzt zu Recht den Charakter einer kleinen „Märchenburg“, die bereits von der Habsburgern über viele Jahrhunderte hinweg geschätzt und geliebt wurde. Wir inspizieren die Innenhöfe, die einzigartige Blicke auf die Türme und Fassaden frei geben. Das Café-Restaurant Meierei lädt dazu ein, unmittelbar am Ufer im Schatten der Bäume mit Blick auf die umgebende Seenlandschaft eine Pause einzulegen. Für uns heißt es jedoch: Picknickzeit! Und wir schreiten nach einem kurzen Stop im Museumsshop im äußeren Burghof durch die Burgmauer ans westliche Ufer.  Vom Museumsshop aus starten nachmittags zu angekündigten Zeiten die Turmbesichtigung  und die Führungen durch die Räumlichkeiten der Franzensburg  mit ihren prunkvollen Sälen und der angegliederten  Kapelle.

Der grüne Teil der Insel bietet uns im Anschluss jede Menge Platz, um uns auf der Wiese auszubreiten und dabei den vielen kleinen vorüberziehenden Booten zuzusehen. Auf der gegenüberliegenden Seite setzen wir unseren Rundgang über die Brücke, die uns wieder zurück zum Festland führt, fort.

Zu Land und zu See

Die vielen Wasseradern, die unseren Fußweg kreuzen, scheinen hier noch ausgeprägter zu sein, und so beschließen wir, den Turnierplatz passierend, die Bootsanlegestelle anzupeilen. Das Timing ist perfekt dafür, denn der Jüngste unter uns wird seinen wohlverdienten Nachmittagsschlaf im Kinderwagen mit Herrn W. verbringen, während ich mit den beiden Größeren in erwartungsvoller Stimmung ein Elektroboot miete. Vom Boot aus erkunden wir das idyllisch gelegene Wassernetz in der Nähe der Franzensburg. Wir durchqueren kleine Brücken, streifen herabhängende Weiden und erhaschen auch einen Blick auf die steinerne Grotte, stets in Begleitung des munteren Quakens der Frösche und des Schnatterns der Enten und Schwäne.

Um unseren Rundgang fortzusetzen, kehren wir zurück zum Denkmal des Kaiser Franz, denn die Kinder haben ein vorletztes Ziel auserkoren, an dem im wahrsten Sinne kein Weg vorbeiführt: dem Spielplatz. Aus einem  kurzen Zwischenstopp wird ein ungeplanter, längerer Aufenthalt, und die Kinder inspizieren Piratenschiff, Klettertürme und immer heiß begehrt: die Sandkiste.

Der grüne Pavillon

Im östlichen Teil des Schlossparks bietet uns das grüne Lusthaus, ein Kunstwerk architektonischer barocker Gartenkunst, dem einstigen Lieblingsplatz der Kaiserin Maria Theresia, einen wunderbaren, ruhigen Schattenplatz für unseren letzten Stopp im Schlosspark fernab des Getümmels von BesucherInnen. Der Pavillon, dessen Kuppel mit einem eindrucksvollen Jagdgemälde versehen ist, eröffnet durch seine 8 Achsen freie Sicht auf die Landschaft und durchdringt das umliegende Waldstück. Über die beeindruckende Löwenbrücke und dem ältesten Gebäude der Parkanlage Laxenburg aus dem 13. Jahrhundert, dem Alten Schloss, das das Österreichische Filmarchiv beherbergt, gelangen wir zurück zu unserem eigentlichen Startpunkt des heutigen Ausfluges.

Der weitläufige Landschaftspark mit seinen historischen Gebäuden und Attraktionen ist perfekt, um die Seele umgeben von viel Grün baumeln zu lassen. Das Gelände ist sehr abwechslungsreich, bietet gerade an heißen Tagen schattige Rückzugsorte aber auch viele Highlights für die Kinder.

 

Tipps

- für ein Picknick Decke, Jause, Trinken mitnehmen 

- Kinder bis 6 Jahre dürfen Laufrad/Fahrradfahren. Ab 6 Jahren ist das Fahrradfahren untersagt. Mitgebrachte Fahrräder können am Eingang abgestellt werden.

- Kinderwagentauglich, barrierefrei (Ausnahme: Franzensburg und Turm Führung)

- Hunde sind erlaub, es gilt aber Leinenpflicht.

- Bummelzug: Zustieg an 3 verschiedenen Einstiegsstellen:

  - Parkhaupteingang (bei Schlosstheater)
  - Bootsvermietung (bei Schlossteich / Teichbuffet)
  - Fährstation (bei Franzensburg)

Ersparnis

Erwachsene Tageskarte: € 2,60
Kind 6 bis 14 Jahre (mit Schülerausweis bis 18 Jahre) Tageskarte: € 1,50

Die Tarife für die Fähre sind extra zu bezahlen (Stand: 2019):

Erwachsene: € 0,60
Kinder ab 3 Jahre: € 0,60
Kinder bis 3 Jahre: frei
Hund: € 0,60

Autor

Tina, © titantina

Tina

Tina ist naturliebende und kreative 3-fach Mama aus Niederösterreich und bloggt seit 2009 über Family Life, DIY, Upcycling und Reisen. Ihr Fokus liegt auf Nachhaltigkeit und Green Lifestyle. Unter dem Motto „Less is more“ hält sie authentische, natürliche Momente des Familienlebens dokumentarisch und detailverliebt fest!

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