Weihnachtsfreuden für Groß und Klein, © Stefanie Delorenzo

Kittenberger Erlebnisgärten im Advent

Blogbeitrag - Dezember 2019

Weihnachtsvorfreude garantiert

Von weitem sehen wir schon ein einziges Funkeln, das sich später in unseren Augen wiederfinden würde. Adventzeit. Besinnlichkeit. Vorfreude. Wenn man sie bislang vergeblich gesucht hat, dann findet man sie bestimmt hier – in den Kittenberger Erlebnisgärten.

Es ist zwar viel los, am Eingang gibt es eine kurze Schlange und in der ersten großen Halle dampft der Tee in großen Schwaden aus den bauchigen Tassen, es riecht nach Zimt und gebratenen Äpfeln. Weihnachtsduft, der sofort die Geschmacksknospen tanzen lässt.

Es ist bereits Abend, die altbekannte Winterdunkelheit hat sich bereits über die hügelige Landschaft der Erlebnisgärten gelegt – wären da nicht die 400.000 Lichter, die einladend ins Innere locken.

Wir stapfen einen der vielen Pfade entlang und kommen aus dem Staunen nicht raus. Ein Jauchzen bleibt fast im Mund stecken, weil man so überwältigt von der Schönheit der vielen funkelnden Lichtelemente ist. Die Baumkronen über uns, das Geländer neben uns – Lichter, kleine Lagerfeuer, zarte weihnachtliche Melodien. Ein wahrhaftiges Erlebnis.

 Leise rieselt der Schnee…

Unser Weg führt uns weiter in etwa die Mitte des Gartens auf einen kleinen schneckenförmig angelegten Aussichtshügel (der im restlichen Jahr die weltgrößte Kräuterspirale bietet). Und just in dem Moment, als wir oben ankommen, fallen die ersten Schneeflocken vom Himmel. Und immer mehr und mehr, bis wir in einem tosenden Flockenwirbel unser Glück nicht fassen können. Das ist es. Das ist dieses weihnachtliche Gefühl, das im Alltag oft verlorengeht und so schwer wiederzufinden ist. Hier auf diesem Hügel mitten im frühen Winter, mit klammen fröstelnden Händen, weil man die eiskalten Tröpfchen der schmelzenden Kristalle auf der Haut spüren möchte.

Irgendwann wird es doch eine Spur zu kalt und wir setzen unseren Spaziergang fort. Neben einem Modellbahndorf, das süßer nicht hätte aussehen können – so verschneit und heimelig wie es da lag, suchten wir noch den Tierischen Bauerngarten auf, wo wir uns mit Punsch und Kuchen stärken und das ein oder andere Tierchen im Stall besuchen.

Weiter führt uns der Weg durch beleuchtete Alleen, in denen ich es mir nicht nehmen lassen kann und mehrfach im Kreis wirbelnd mich um meine eigene Achse drehe, bis mir nicht nur vor Weihnachtsglück schwindlig wird.

Nach einiger Zeit und vielen verzweigten Wegen, die wir teilweise mehrfach gegangen sind, weil wir uns nicht sattsehen haben können, kommen wir wieder am Ausgang an und halten das Gefühl, das die letzten zwei Stunden in unserem Herzen wachsen hat dürfen genauso fest wie das kleine Holzreh, das noch mitdurfte. So kann man getrost die nächsten Tage und Wochen bis Weihnachten verbringen. Von dieser Vorfreude zehrend und wartend, bis die Glocken des Christkinds läuten werden.

Kulinarisch verwöhnen lassen

Wer abends dann noch seine klammen Eisfinger wärmen und den Bauch mit wundervoller Kulinarik füllen möchte, die noch dazu aus vielen regionalen Produkten besteht und darüber hinaus, besonders zu Weihnachten, den kleinen hübsch hergerichteten Innenhof mit Hofladen besuchen möchte, ist bei "Der Floh" in Langenlebarn richtig! Das Gasthaus ist Teil der Niederösterreichischen Wirtshauskultur und ein absoluter Muss für alle Genießer*innen. Eine vierzigminütige Fahrt - ein kleiner Stopp am Tullner Christkindlmarkt oder eine flotte Runde auf der Kunsteisbahn in Tulln (ebenso in der Niederösterreich Card inkludiert) sind sicher auch nicht verkehrt.
Wir haben die Vorweihnachtszeit mit einem ausgezeichneten Menü in wunderschöner festlicher Atmosphäre sehr genossen - besonders den Karfiol kann ich euch empfehlen. Die Karte wechselt aber auch je nach Anlass und Saison.
Neben Highlights in der Speisekarte, kann ich euch das "Flühstück" ans Herz legen. Dieses gibt es sogar zum Abholen (einen Tag zuvor sollte man es bestellen) - bestehend aus einem Paket mit rund zwei Dutzend Spezialitäten der Lieblingsproduzenten. 
Eine Reservierung wird empfohlen!

Noch keine Weihnachtsgeschenke?

Es gibt einen größeren Shop, in dem selbstgemachte Adventkränze, Weihnachtsdekoration oder auch Bücher und Deko verkauft wird. Diesen findet ihr zu Beginn beziehungsweise am Ende und könnt noch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk mitnehmen. Besonderheiten, die mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurden und die man nicht unbedingt im „normalen Handel“ bekommt, entdeckt ihr dort bestimmt.

Fazit

Meine Eltern kennen die Erlebnisgärten bereits vom Sommer und waren davon sehr begeistert – das Ganze aber nochmals in verschneiter und leuchtender Landschaft zu sehen, ist nochmals ein ganz anderes Erlebnis, meinten sie.
Ich für meinen Teil setze den Kittenberger Advent wohl auf meine „fixe“ Weihnachtszeitliste, denn so festlich fühlte sich’s noch nie wirklich zuvor an. Aber auch im Sommer möchte ich unbedingt einmal hin – es sah sehr vielversprechend aus!

Alle Infos auf einen Blick

Webseite: Kittenberger Erlebnisgärten

Fahrtzeit:
– Von Wien: etwa 1h 15 Min.
– Von St. Pölten: etwa 40 Min.
– Von Linz: etwa 1h 45 Min.
– Von Eisenstadt: etwa 1h 40 Min.

Dein Besuch: Die Erlebnisgärten sind nicht nur für uns Erwachsene ein Weihnachtstraum – auch Kinderaugen werden leuchten. Die 400.000 Lichter, die auf einen warten (Hintergrundinfo: Es braucht etwa 6 Wochen, alles zu montieren) und der Zauber der „Illumina der Weihnacht“ (Licht- Musik- und Wassershow) sorgen für das altbekannte Weihnachtsgefühl. Es gibt neben täglichen Programmpunkten (Weihnachts-Rätselrallye, lebensgroße Krippe, Adventkalender zum Sehen und Hören, schwimmender Riesen-Adventkranz) auch an den Wochenenden bis zu Weihnachten einige Highlights (Adventgeschichte mit dem Kasperl oder Zauber-Clown-Show, Bastelstube). Schaut dafür gerne auf die Webseite, da habt ihr alle Programmpunkte und die jeweiligen Zeiten übersichtlich aufgelistet.

Gut zu wissen: Der Kittenberger Adventzauber findet von 2.11.  bis 22.12. täglich von 10 bis 19 Uhr statt.

„Geheimtipp“: Kurz vor Weihnachten hat der Shop meist einen Abverkauf und ihr bekommt noch „last minute“-Geschenke wesentlich günstiger.

Ersparnis mit der Niederösterreich-CARD: 9,90€ pro Person – das machte bei uns zu sechst fast 60€ aus. Juhu. Die haben wir dann in Punsch und Kuchen investiert.

Mitzubringen: Warme Sachen, vor allem Schuhe, da man am liebsten sehr lange dort verweilen möchte. Am besten auch einen Fotoapparat und wer es ganz professionell möchte, dem würde ich ein Stativ dafür empfehlen.

Kinder: Nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht bei den Programmpunkten. Prinzipiell ist das Gelände auch kinderwagengerecht. Einige Wege wird man zwar nicht befahren können – je nach Schneeverhältnisse, aber die meisten bestimmt.

Rollstuhl: Gleiches gilt für den Rollstuhl. Die Erlebnisgärten sind rollstuhlgerecht angelegt – je nach Schneeverhältnisse gibt es wahrscheinlich einige Wege, die aber nicht befahrbar sind. Der Großteil aber schon.

Hunde: Ja, angeleint.

Ausflugsziele in der Nähe: Die Modellbahnwelt Schiltern, bei der meine Kollegin Tina schon war und für euch einen Post geschrieben hat (Den Artikel findet ihr >>hier)

Autor/in

Stef, © magnoliaelectric.at

Stef

Stef bloggt seit über zehn Jahren über alles, was in ihrem Leben Wichtigkeit hat. Im Laufe der Zeit haben sich aus den vielen Bereichen neben Bücherrezensionen, DIYs und Fotografietipps drei Schwerpunkte herauskristallisiert: das Reisen, Rezepte und Interior.

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